Cortex

Louis Henrich · Zürich · Schweiz

Cortex: ein Gedächtnis für KI-Assistenten

Ein Open-Source-Projekt für macOS, veröffentlicht auf meinem GitHub. Cortex verbindet eine eigene Markdown-Wissensbasis mit KI-Assistenten, einer Suche und einem visuellen Notizgraphen.

Öffentlicher Quellcode und macOS-Version 0.4.0, veröffentlicht am 16. Oktober 2026.

Das Produktproblem: Kontext über Gespräche hinweg erhalten

Nützlicher Kontext soll auch nach dem Ende eines Chats verfügbar bleiben. Cortex arbeitet mit einem Ordner aus Markdown-Dateien, auch mit einem bestehenden Obsidian-Vault, und stellt ausgewählten Kontext für verbundene KI-Assistenten bereit. Die Notizen lassen sich weiterhin ausserhalb der App lesen und bearbeiten.

Aus Notizen wird nutzbarer KI-Kontext

Wissen unter eigener Kontrolle

Die Inhalte bleiben gewöhnliche Markdown-Dateien. Ein Graph zeigt direkte Verknüpfungen und Zusammenhänge, die aus lokalen Embeddings entstehen.

Passende Informationen abrufen

Die Suche kombiniert Schlüsselwörter und semantische Ähnlichkeit. Kernnotizen liefern dauerhaften Kontext, weitere Notizen werden bei Bedarf abgerufen.

Neue Erinnerungen prüfen

Ein Assistent kann über MCP eine Erinnerung vorschlagen. Sie landet zuerst in einem Posteingang und wird erst nach Prüfung übernommen.

Eine tatsächliche Verbindung zu KI-Assistenten

Cortex stellt Werkzeuge über das Model Context Protocol (MCP) bereit. Dazu gehören das Laden von Kernkontext, die Suche in Notizen, das Lesen einzelner Notizen, das Vorschlagen neuer Erinnerungen und der Wechsel einer Persona. Das Repository beschreibt Verbindungen zu Claude Desktop, Claude Code, Cursor und Codex sowie eine optionale Bridge für Web- und Mobilzugriffe.

Die native Oberfläche verwendet SwiftUI. Wissensverarbeitung und Server sind in Swift umgesetzt, der Graph läuft mit JavaScript innerhalb der App. Damit verbindet das Projekt Benutzeroberfläche, Informationsabruf und KI-Integration.

Produktentscheidungen und Grenzen

  • Portables Wissen: Markdown-Dateien bilden die Grundlage, statt die Notizen an eine interne App-Datenbank zu binden.
  • Kontext strukturieren: Kernwissen, relevante Notizen, Personas und Wissenspakete haben unterschiedliche Aufgaben.
  • Vor der Übernahme prüfen: Neue Erinnerungen werden als Vorschläge angezeigt. Die Entscheidung bleibt beim Menschen.
  • Freigabe bewusst gestalten: Die Implementierung schliesst private Notizen und offene Vorschläge vom KI-Abruf aus. Wird Kontext an einen verbundenen Assistenten weitergegeben, verarbeitet auch dessen Dienst die Inhalte. Die optionale Bridge verändert den Zugriffsweg.

Die veröffentlichte Version benötigt macOS 15 oder neuer. Voraussetzungen, der aktuell unsignierte Build und Einschränkungen der Bridge sind im Repository dokumentiert.

Öffentlich einsehbare Umsetzung

Ich veröffentliche Cortex über meinen GitHub-Account. Quellcode und Versionshistorie dokumentieren die Umsetzung. Version 0.4.0 wurde am 16. Oktober 2026 veröffentlicht. Die Commit-Historie nennt auch KI-Beiträge zur Entwicklung.

Was das für KI-Projekte zeigt

Cortex zeigt die Umsetzung eines konkreten Problems der KI-Nutzung als Produkt: mit Datenspeicherung, Informationsabruf, Assistentenanbindung und einem Prüfprozess. Solche Entscheidungen sind auch bei der Einführung von KI in Unternehmenswerkzeuge relevant.

Mehr zu meiner KI-Beratung in Zürich und der Schweiz, meinen Leistungen in der Produktentwicklung und weiteren Projekten.

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